Die freiwillige Feuerwehr Winnenden – für Sie im Einsatz!

Schutz und Belastung im Einsatz

Voll ausgerüstet für den Brandeinsatz

Wenn Feuerwehrangehörige zu einem Brandeinsatz ausrücken, tragen sie weit mehr als nur ihre Einsatzkleidung. Feuerwehrhelm, Flammschutzhaube, Jacke und Hose, Handschuhe sowie Feuerwehrstiefel schützen vor Hitze, Flammen und mechanischen Gefahren. Bei Einsätzen in verrauchten Bereichen kommt zusätzlich ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät zum Einsatz. Die benötigte Atemluft führt die Einsatzkraft dabei in einer Pressluftflasche auf dem Rücken mit.

Doch zur Ausrüstung gehört noch mehr: Auf dem Bild trägt der Feuerwehrangehörige zusätzlich einen Schlauchtragekorb, ein Strahlrohr, einen mobilen Rauchverschluss und ein Halligan-Tool. Der Schlauchtragekorb ermöglicht es, Schlauchmaterial beispielsweise durch Treppenräume bis zur Einsatzstelle vorzunehmen. Mit dem Strahlrohr wird das Löschwasser gezielt abgegeben. Der Rauchverschluss kann die Ausbreitung von Brandrauch in angrenzende Bereiche reduzieren, während das Halligan-Tool als vielseitiges Brech- und Hebelwerkzeug unter anderem beim Öffnen von Zugängen eingesetzt werden kann.

All das bringt Gewicht mit sich: Allein mit persönlicher Schutzausrüstung und Atemschutzgerät trägt eine Einsatzkraft schnell 20 bis 25 Kilogramm zusätzlich. Schlauchmaterial und Werkzeuge kommen noch hinzu. Gleichzeitig müssen sich die Einsatzkräfte in engen Treppenräumen, bei schlechter Sicht und hohen Temperaturen bewegen und körperlich anspruchsvolle Arbeiten verrichten.

Schutz vor gefährlichen Stoffen

Nicht bei jedem Feuerwehreinsatz sind Flammen und Brandrauch die größte Gefahr. Bei Verkehrsunfällen, technischen Hilfeleistungen oder anderen Schadenslagen können Kraftstoffe, Chemikalien oder andere gefährliche Stoffe austreten. In solchen Situationen muss die Schutzkleidung an die jeweilige Gefahr angepasst werden.

Auf dem Bild trägt der Feuerwehrangehörige einen leichten Chemikalienschutzanzug sowie eine Atemschutzmaske mit Filter. Der Schutzanzug verhindert beziehungsweise reduziert den direkten Kontakt mit bestimmten gefährlichen Stoffen. Die Atemschutzmaske schützt Gesicht und Atemwege; abhängig vom vorhandenen Gefahrstoff und der Einsatzsituation kann sie mit einem geeigneten Filter eingesetzt werden.

Reicht dieser Schutz nicht aus, stehen der Feuerwehr weitere Schutzmöglichkeiten zur Verfügung. Je nach Art und Konzentration des Gefahrstoffes können beispielsweise umluftunabhängiger Atemschutz oder gasdichte Chemikalienschutzanzüge erforderlich sein.

Auch diese Schutzkleidung stellt besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte. Beweglichkeit, Sicht und Kommunikation können eingeschränkt sein, während gleichzeitig präzises und konzentriertes Arbeiten notwendig ist.

Schutz, der seinen Preis hat

Ob im brennenden Gebäude oder beim Einsatz mit gefährlichen Stoffen: Die persönliche Schutzausrüstung ist für Feuerwehrangehörige unverzichtbar. Sie ermöglicht es ihnen, dort tätig zu werden, wo ohne entsprechenden Schutz erhebliche Gefahren für die eigene Gesundheit bestehen würden.

Dieser Schutz bedeutet jedoch zusätzliches Gewicht, eingeschränkte Beweglichkeit und eine hohe körperliche Belastung. Deshalb trainieren Feuerwehrangehörige regelmäßig den Umgang mit ihrer Ausrüstung und das Arbeiten unter erschwerten Bedingungen.

Denn moderne Schutzausrüstung schützt die Einsatzkraft – getragen und beherrscht werden muss sie trotzdem.